herrn //asco sein wirres zeugs ist hier zu finden




...eben im WDR gesehen:

Ein Portrait des Insolvenzverwalters Fritz Westhelle aus Kassel von Klaus Stern.
Im Film wurde die Insolvenzverwaltung des Autohauses Rößler gezeigt sowie Schnipsel aus dem Privatleben von Familie Westhelle. Meinungen von betroffenen ("freigesetzten") Mitarbeitern bei Betriebsversammlungen erzeugten Beklommenheit und Ratlosigkeit. Fritz Westhelle meint dazu (Zitat WDR):

"Früher hat es mich manchmal nicht schlafen lassen, wenn man vielen Leuten die Kündigung aussprechen muss, weil hinter jeder einzelnen Kündigung steht ein Schicksal. Ich habe das schlechte Gewissen an dem Tag abgelegt, als ich mir sicher war, dass es kein anderer besser kann als ich." .

Das Insolvenzbüro Westhelle gehört nach eigenen Angaben zu den Großen in Deutschland. 157 Mitarbeiter, die Nummer 8 in der Bundesrepublik (gemessen an der Anzahl der eröffneten Insolvenzverfahren und Platz 16 im "Juve-Ranking Stand 2005). Und kaum einer Branche geht es zur Zeit so blendend wie der Branche der Insolvenzverwalter. Fritz Westhelle hat den Ruf des Knallharten, wenn die Aussichten zweifelhaft sind. Filetieren, zerlegen, entlassen. Er sieht sich ganz anders: "Nachgiebig" und "gutmütig" sei er und schmunzelt dabei.

Im Film wird Westhelle dann auch einmal (folgerichtig?) von einem betroffenen Mitarbeiter des insolventen Autohauses als "Herr Westerwelle" angeredet...(sic!), was diesen sichtlich amüsiert...
Der Film lässt mich eher nachdenklich zurück - auch wenn Fritz Westhelle keinen gänzlich unsympatischen Eindruck macht: "hemdsärmelig und klartext-redend", so scheint es mir. Ich hoffe niemals "betroffener Mitarbeiter" in einem betrieblichen Insolvenzverfahren zu sein. Dem Autor des Films gelingt ganz nebenbei ein, wie ich finde, relativ realistisches Abbild der wirtschaftichen Gegebenheiten in Nordhessen. Oder anders gesagt: Zeitweise aussichtslos!


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