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Kassel - aus Sicht von Mona Vetsch
von asco am Do. 23.03.2006 22:16 Uhr
Frau Vetsch, in der Schweiz bekannt aus Funk und Fernsehen, hat im Tagesanzeiger einen Artikel über Kassel veröffentlicht, der einige Kasselaner und Kasseläner erröten lässt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und schreibt:
"Ein Penner, der durch den offenen Hosenschlitz sein Gemächt richtet, das ist das Erste, was ich von Kassel sehe. Es schneit aus bleiernem Himmel. Eine Minute später durchwandere ich bereits historisches Gelände. Die Treppenstrasse ist Deutschlands älteste Fussgängerzone. Trostlose Nachkriegsbauten links und rechts, einige Schaufenster sind mit Packpapier zugeklebt, die Schilder verblichen. Hundert Meter Tristesse. Eine junge Frau kommt mir entgegen, sie trägt zu enge Jeans und einen Schnuller im Mund. Es ist nicht leicht, Kassel zu lieben. " Der vollständige Artikel ist im Tagesanzeiger zu finden unter: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/reisen/staedtereisen/600895.html
generationx am
Sonntag, 26. März 2006, 01:27 Uhr
Kassel ? Sehr wohl eine sehr charmante Stadt mit flair !
Für Menschen die nicht in Kassel wohnen ist der Artikel sicherlich erst einmal kein Anreiz Kassel zu besuchen. Mir ging es sicher im ersten Jahr Kassel und Umland nicht viel besser ... nun wohne ich seit 10 Jahren in Kassel und kann mir nicht wirklich vorstellen aus dieser Gegend so schnell wieder zu verschwinden.
Kassel ist sicher nicht der Ort für die "liebe auf den ersten Blick" - jedoch auf den 2. Blick findet man hier sehr viele schöne Ecken. Ich bin selbst erst knapp 30 Jahre alt - aber man findet auch als junger Mensch genug zu erleben - je nachdem, was man von einer Stadt erwartet. Kunst & Kultur, Kino, Kneipen & Bistros, Disco, Freiraum für verschiedene Sportarten (Reiten, Ski, Wandern, Schwimmen, Eislaufen.. das ganze Programm), Landschaft, Geschichte - alles vorhanden. Man muss nur ein wenig genauer hinsehen und die eher kühlen Nordhessen einfach so nehmen wie sie sind. Die schönste Bezeichnung für Kassel ist sicher das bekannte "Dorf mit Strassenbahn" und genau das mag ich an Kassel. Es ist nicht eine der extremen Großstädte wie Frankfurt (meine Heimat) - nicht so vollgepackt mit Hochhaus-Schluchten und entweder extrem "in" oder total "out" wie in FFM. Kassel hat für mich seinen eigenen charme entwickelt. Nichts geht über einen Herkules besuch im Sommer zu später Abendstunde oder ein Picknick mit Freunden im Bergpark. Es gibt hier einige sehr gute Live-Clubs von Rock bis moderne Musik, eine sehr schöne Universität und und und. Kassel muss man einfach im Frühling oder Sommer besuchen - und sich seine eigene Meinung bilden. Sehr zu empfehlen: die Orangerie nach einem Spaziergang in der Aue (für ältere wie jüngere Semester ein absoluter Tip !). Und: es gibt auch noch mehr als nur VW... Ausserdem: Kassel ist eine Stadt für jeden Geldbeutel . Von teuer bis erschwinglich ist hier alles möglich und nicht wie z.B. in München - einfach nur teuer. Ausserdem: man ist sehr zentral gelegen: ein Abstecher nach Göttingen ist nur 20 min entfernt. Nun gut , was ich persönlich nicht mag: die Documenta - aber es ist immer wieder spannend sich "möchtegern Kunstkenner on tour" anzusehen...schade, dass die Documenta mittlerweile häufig zu abgehoben ist. Also: nicht beeindrucken lassen - selbst erfahren ! Liebe Grüsse von einer zugezogenen an die Autorin !
leukothea,
Mittwoch, 12. Juli 2006, 16:27
Sogar der Süddeutsche findet Kassel gut
... und wodurch?
Mit den Menschen in Kontakt zu kommen ist in Kassel intensiver als ich das hier je erlebt habe. Nicht schnell, aber sehr intensiv kann sich das Gespräch in den Sphären KAssels entwickeln, wobei es nicht an der Oberfläche bleibt, sondern oft die Tiefe berührt. Egal an welchem Ort ich mich in KAssel bewege, ich bleibe selten unbemerkt, und das ohne das mein Äußeres sich dem modernen Wandel angepasst hätte. Die Menschen sind nicht misstrauisch und materiell eingestellt. Sie wirken konzentriert, nicht kühl. Ich habe ein angenehmes Flair kennen und lieben gelernt und bin traurig, dass ich meine neu gewonnene Heimat aufgegeben habe und wieder in meinen Geburtsort gezogen bin. Meine Ruhestätte soll dennoch im Friedwald sein, denn die Gegend und die Geschichte rund um KAssel hat es mir angetan, gibt mir Ruhe und Frieden. Kassel hat mich gezeichnet und ich bin farbiger geworden, wofür ich dankbar bin. Alles Gute denen die sich auch auf die Vielfalt dieser Stadt einlassen können und die merken, dass die Stadt sie verändert hat. ... Link
arnold am
Samstag, 8. April 2006, 11:39 Uhr
Dumm geboren und nichts dazugelernt. Das ist alles, was mir zu "kassel - aus sicht von mona vetsch" einfällt.
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| aktualisiert am Fr. 30.05.08 | d12 |