Meisterwerke der Kritzelei

Meisterwerke der Kritzelei

Meisterwerke der Kritzelei - ein Kunstprojekt zur 8. Kasseler Museumsnacht am 2. September im Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Str. 177, 34119 Kassel.

Kritzelei gehört zum Schreiben und Zeichnen. Aus zunächst ungezielten Linien und Formen entsteht Konkretes. Kritzelei formt in absichtsloser Ordnung und produziert ohne das Produkt zu definieren. Sie bewegt sich im provisorischen Nochnicht einer möglichen Aussage. Sie ist eine, jeder Skizze vorgelagerte gestische Spur.

Jede Kritzelei lebt von der spontanen Inspiration, ohne die kein kreativer Prozess auskommt. Maler, wie Cy Twombly haben aus der Kritzelei, die man im alltäglichen Verständnis gerne mit naiver oder kindlicher Ungelenkigkeit verbindet eine eigene dynamische Kompositionsfindung entwickelt.

Am 2. Septembet 2006 werden Kristina Fiand, Bernhard Hümmer, Katrin Leitner, Walter Peter, Nina Kaun, Christof Lutz, Valeri Scherstjanoi, Reinhold Weber den ganzen Tag und in der Nacht die Wände der ersten Etage des Kunsttempels in Kassel vollzeichnen. Die Wände des Kunsttempels fungieren als übergroßes Zeichenblatt, das die TeilnehmerInnen miteinander zueinander oder gegeneinander als temporäres work in progress kritzelnd gestalten. Das Ergebnis wird ein begehbarer, mit unterschiedlichen Handschriften gefüllter Bildraum sein. Außerdem werden im Meisterwerke der Kritzelei von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt vor, während und nach der Aktion im Kunstempel veröffentlicht.

Links:
http://mdk.antville.org
http://www.kunsttempel.net
http://www.e-bildwerke.de

 
meisterstück geliefert!!!
Vielleicht war es ja nur ein Fehler 'Guten Tag' gesagt zu haben. Wahrscheinlicher ist aber, dass wir das Klischee "kunstinteressiert zu sein" nicht genug herausgestellt haben. In Begleitung von Ehefrau und pubertierendem Teenager kann es sich allenfalls um verirrte "Besucher der Museumsnacht" handeln, aber nicht um Kunstinteressierte. So ähnlich wird sich Frau Kr. das wohl gedacht haben. Jedenfalls wurde ich von ihr eindringlich belehrt, dass es, entgegen der Ankündigung in der lokalen Presse, nicht erlaubt sei "hier Wände zu bekritzeln". So etwas hatte ich gar nicht vor und noch weniger hatte ich eine solche "Begrüßung" erwartet. Ein freundlicher Hinweis hört sich anders an! Immerhin wussten wir nun, wie wir hier eingeschätzt wurden. Auf meine Frage nach Ende des unerwarteten Redeschwalls, ob Hr. W. zugegen sei, erhielt ich schlicht keine Antwort. Ich wurde ignoriert. Wir besuchten den Ausstellungsraum/Arbeitsraum trotz des unerträglichen Auftritts von Frau Kr. noch und fanden tatsächlich die eine oder andere nette Idee. Nach einer reichlich gestelzt geratenen Erklärung von Hr. W. und vor einer beginnenden Fotosession ("wir tun jetzt einfach mal alle so als würden wir gerade an die Wände kritzeln") verließen wir schnell wieder die sog. "Meisterwerke der Kritzelei". So viel nordhessische Provinzialität auf einen Schlag hatte ich nicht erwartet - 286 Tage vor der d12!



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