| Labor für kreative Haushaltsführung |
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Donnerstag, 28. Juli 2005
Open Source
fabe, 13:28h
Gerade eben kam mir die Idee das der Rezeptetausch (und alles was damit zusammenhängt) irgendwie ein sehr gutes Beispiel ist für das was in der sog. OpenSource-Bewegung passiert. Jemand hat etwas besonders leckeres gekocht (möglicherweise) und empfiehlt das irgendjemand anderem weiter, das Kuchenrezept usw. Sicher gab es schon immer proprietäre Formate, das geheime Kuchenrezept das Oma ihrer Tochter weitergibt. Die Grundidee jedoch, dass etwas was lecker ist möglichst vielen möglichst umsonst zugute kommen sollte ist die Grundidee. Auch Rezepte in Kochbüchern besitzen ja eine merkwürdige Form von Rehctsschutz, ist es doch jedem selbst überlassen sie nach belieben zu varriieren und die Variation wiederum zu verbreiten. Sie oder er darf dann nur nicht den Namen des eigentlichen Kochs mit den drei Sternen dafür benutzen.
Das Netzwerk ist auch wichtig, nur wer Freunde/Bekannte oder jedenfalls Gleichgesinnte kennt, kann neue Rezepte bekommen. Platt gesagt. Ist eigentlich schon jemand soziologisches auf die Idee gekommen das miteinander zu vergleichen? Social Networking. Es ist ja eh zu vermuten das vieles was jetzt immer als der allerneueste Schuh angepriesen wird eine Umsetzung von alten Prinzipien in einer neuen medialen Umgebung ist. Zum Weiterspinnen: So, und wenn das jetzt jemand weiterschreiben möchte, der Artikel ist editierbar für Kontributoren und Konditoren, ich hoffe ich hab das Häckchen an der richtigen Stelle gemacht... ... comment
oberinspector,
Donnerstag, 28. Juli 2005, 15:42
finde ich ja schon eine sehr gute idee, aber würde mich sehr wundern, wenn es da nicht schon vieles gäbe... herr typ.o kennt da bestimmt einige seiten zu dem thema...
man könnte ein wiki, oder gar eine datenbank betriebene webaplikation basteln... nach den klassiker gerichten, die eh jeder kennt braucht man ja nur zu googeln... spannender wären die "dirty hacks", wie die in der mikrowelle mit conteu flambierte entenkeule aus dem wissentschaftlichen kochbuch... ... link
fabe,
Donnerstag, 28. Juli 2005, 23:17
wenn herr typ.o in seine referrers schaut findet er vielleicht hierhin <zaunpfahl>wink!</zaunpfahl>...
ein wiki wollen sie basteln, oder sowas? mich hat eher die analogie interessiert und die idee das uns etwas als neu verkauft wird, was es schon vor dem internet weitverbreitet gab... das muss ja nich unbedingt nur mit rezepten so gehen, ich glaube "der kleine technologietransfer" erstreckt sich über viele lebensbereiche - und die soziale komponente ist dabei auch immer wichtig gewesen. aber machense man ihr wiki, ich schau dann auch vorbei ;-) ... link
oberinspector,
Freitag, 29. Juli 2005, 00:44
ich bin gerade ausreichend mit einer anderen sozialen komponente des informationsaustauschs beschäftigt... das grundprinzip ist das viele leute informationen zusammen tragen - ähnlich wie bei wikipedia... das was als soziale komponente hinter wikipedia steckt läßt sich auf sehr viele bereiche übertragen... viele spezialisten teilen ihr wissen und tragen ihr know how zusammen... ob das nun naturwissenschaftliche grundlagen, kochrezepte, oder, wie bei meinem projekt, die outdoor ziele der region sind... man muß halt je nach anwendungsfall die technischen rahmenbedingungen schaffen, damit sowas angenommen wird... aber ich fürchte ich schweife etwas ab... ;)
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typ.o,
Samstag, 30. Juli 2005, 07:23
pling, schon hergefunden :-)
also, das sind mal wieder merkwürdigie synchronizitäten, herr fabe, ich bebrüte da gerade eine idee, zu der die tagline "open source rezepte" hervorragend paßt, wenn sie nichts dagegen haben, verbreite ich die mal eben. ich will da so ein bildbog machen, arbeitstitel "my dayly kitchen" (das liegt daran, daß es da noch ein blog mit der url mdk gibt). ich denke an jeweils 1 photo plus angedeutetes rezept, bloß keine gewichtsangaben (ich bin aufgrund frühkindlicher traumen beim kochen rezeptbefreit) ich würde sie gerne mal kennen lernen, dachte ich mir schon mehrmals, wie ich da so manches in ihrem bolg gelesen habe ... ... link
typ.o,
Samstag, 30. Juli 2005, 07:43
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fabe,
Samstag, 30. Juli 2005, 23:19
Ja, da dachte ich dran an diese Dinge die Sie da erwähnen... tw. zumindest. Wegen der Synchronizität machense sich mal keine Sorgen, daß ist mein Zuständigkeitsbereich, da kenn ich mich mit aus ;-)
Die Sache mit den "Geheimrezepten" ist tatsächlich interessant, im Sinne von "proprietären Formaten" (Coca Cola) gibt es sie so tatsächlich erst seit der Industrialisierung. Denk ich mir. Auch die Geschichte mit Copyright wurde ja erst nach der Erfindung der Buchdruckpresse relevant. So oder ähnlich müsste die Argumentation gehen. Was das geheime Wissen von Hexen oder Großmüttern (was sich nicht gegenseitig ausschließt) betrifft glaub ich das es sich dabei um "Logenwissen" (ich nenn's mal so) handelt, das man also zum Zugang dafür nur jemanden kennen muss der einen empfiehlt oder wissen muss an welcher Tür man klopft. Evtl. gibt's dann noch ein Passwort. Da tun sich jetzt schon wieder Analogien auf noch und nöcher... man denke nur an jedes X-beliebige Forum mit Aktivitätsabstufungen von "Greenhorn" bis "Heavy User" u.ä. Ui. Ich muß zugeben, der Artikel da ist mir so während der Mittagspause in der Fabrik eingefallen & ich hab den da mal eben so hier reingehackt, weil ich es irgendwie notieren wollte. Ich beanspruche da auch keinerlei irgendwas auf irgendwas, insbesondere nicht auf Wahrheit, Vollständigkeit und Präzision der Formulierungen. Das mag ich so gerne am bloggen, es ist eine schön freie Form des Ausprobierens von Gedanken (bla), und trotzdem hat es irgendwie etwas durchaus ernstzunehmendes, zuweilen... Achso, und dann war da noch... ich schreib ihnen E-Mail! (Ich glaub ich hab noch nie einen derart langen Kommentar geschrieben.) ... link
nase,
Samstag, 30. Juli 2005, 23:23
das alles hab ich hier ja jetzt erst ausgegraben, das ist ja ausgesprochen kurzweilig hier...
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kelef,
Samstag, 30. Juli 2005, 23:31
kurzweilig
ist das falsche wort.
ich meine, vielversprechend oder zukunftsträchtig oder so ist passender. ... link
fabe,
Sonntag, 31. Juli 2005, 00:40
versprechense sich ma nich zu viel ;))
[EDIT: The original message was received at Sun, 31 Jul 2005 00:46:46 +0200 from a81-14-155-250.net-htp.de [81.14.155.250] ----- The following addresses had permanent fatal errors ----- <typo @@@ web.de> (reason: 550 <typo @@@ web.de> Benutzer hat zuviele Mails auf dem Server. / User has too many messages on the server.)] ... link
typ.o,
Sonntag, 31. Juli 2005, 05:32
ich weiß ja auch nich, da muß irnzwas kaput sein in dem internetz drin, nehmse mal infragelb <kringeldings> gmail.com
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leteil,
Sonntag, 31. Juli 2005, 16:39
soziologisch ist da der bereich der meme-ausbreitung relevant, so wie wir das ja aus den weblogs kennen. übrigens ein begriff aus der soziobiologie von richard dawkins.
bei der verbreitung von information find ich immer die sektiererischen gruppen auffällig, die einerseits mit informationen (oder beteiligungsmöglichkeiten) hinterm berg halten, andererseits aber ganz vorne in der ersten linie mitspielen (wollen). da auszeichnung, exzellenz, dominanz, macht immer ein sehr starkes motiv von individuen und gruppen ist (natürlich auch in solchen, die vorgeblich damit brechen), ist es wichtig, entweder wissen oder soziale beteiligung oder soziale anerkennung (oder abzeichen etc.) exklusiv zu halten. da sind z.b. diejenigen, die ein geschäft machen wollen und darstellen müssen, dass sie besonders fortgeschrittenes, besonders wirkungsvolles wissen haben, das nur aufwändig und kostspielig zu erlangen ist, mit dem man aber die dollsten (modernsten, digitalsten, gesündesten etc. pp) dinge machen kann. bei rezepten ist das etwas schwer anzuwenden, weil ernährung in gewisser weise zu banal ist. wenn andere motive hinzukommen, wie bei hexen, oder sterneköchen, oder lebensmittelindustrie, sieht das natürlich anders aus, verdankt sich aber weitgehend den zusätzlichen sozialen mechanismen der hinzugekommenen ebene, wie industrieller wettbewerb, oder propagierung von glaubenssystemen o.s.ä. ... link ... comment |
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