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Mitgeschnurrt
Samstag, 5. Juli 2008
[00:48] Fragen Sie erst gar nicht. Sie wollen das gar... by plautze (So, 02:31) Oh, tut leid...
Bin...
Oh, tut leid... Bin ich bei Vox jetzt, Rufnummer bleibt... by plautze (Sa, 01:31) Fressnapf
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Mittwoch, 7. November 2007
[06:13]
Mir geht hier grad mal wieder alles auf den Sack. Würde der Typ nicht grade zufällig bei dem Richtigen reinhalten, der wär schon längst abgesägt. Naja. Ich könnt ja was dagegen tun. Mir endlich was Neues suchen, zum Beispiel. Hm. ... Ich löse das von gestern mal auf: Das Programm heisst Adobe Atmosphere. Die Beta im Urlaub auf dem Rechner wiedergefunden & tagelang Spass gehabt. Hätt ich doch damals nur gekauft. Gibt es nirnzwo mehr. Shit. Ich hab sogar noch ein Atmosphere-T-Shirt aus der Zeit. Ach ja. ... Kein Bock. Weniger sogar. Ist das möglich dass mich das hier einfach nur ankotzt, kann das vielleicht sein. ... link (2 comments) ... comment Freitag, 19. Oktober 2007
[01:54]
Erst mal zwei Wochen Krankenschein. Man kann's auch übertreiben. Aber so bleibt wenigstens der Urlaub stehen bis man den neu verplanen kann. Und der Alte hat's immer noch nich überstanden. Ich glaube da ist jemand sehr, sehr stinkig. Aber das hören wir dann morgen abend. ... Die Stöckchen-Schulden schreib ich noch ab, Frau schneckle. Ist nur im Moment bisschen viel zu tun & hab ich keine Zeit. Mach ich aber, grosses Indianer-Ehrenwort & geschwört. Wann kriegt man schon mal 1 Stöckchen. ... Also weitermachen. *wurks* ... [02:19] Ich möchte jetzt das Impromptu in As-Dur von Schubert. Ich brauche das jetzt. Aber ist natürlich nicht verfügbar. ... Dem Schäff sein Sohn ist noch bis Anfang November da & hilft. Das ist gut. Der Freund vom Schäff kommt (hoffentlich) wieder mit & hilft. Das wäre auch gut. Ich sollte jetzt endlich den A*r*s*c*h hochkriegen, das wär wohl am Besten. Naja. ... [03:01] So, grad mal 1 Mail gemacht. Ich glaub, es hat mich wirklich ein bisschen erwischt. Puh. Kann ja nur mir passieren. Wenn sie so hübsch wie nett ist hab ich das vielleicht gar nicht verdient, wer weiss. Ist aber eigentlich egal, glaub ich, das mit dem Aussehen. Ich bin mir sogar ziemlich sicher: Es ist mir wurscht. ... [03:06] Jetzt muss ich aber wirklich was tun. So spät schon wieder. Meyne Guethe. ... [03:10] Die sagt einfach: "Ich komm nicht." Und schickt dann die Anderen vor, Anrufe machen. Gestern nacht, um 10 vor Eins ruft die Sister an, sie wolle "nur kurz Bescheid sagen", von wegen "ihre Schwester sehe sich momentan ausserstande zur Arbeit zu kommen". Was will die denn machen da unten, im OP assistieren wenn sie an dem Alten rumschnippeln oder was. Dem Schäff sein Jung war ganz schön sauer. Und heute kommt die Sister extra aus Frankreich, Krankenschein abgeben. Ziemlich eindeutig, wie. Hat sich selber nicht getraut, die Tussi. Da müssen dann die Anderen ran. Das nenn ich doch mal manipulatives Verhalten. Aber echt. ... Frühstück eindecken. Tagesabschluss. Listen, Papier schieben. Ich würde jetzt auch lieber was Anderes machen, das können Sie mir glauben. Hm. ... [04:31] Fast auf die Sekunde genau 1 Stunde für Eindecken, Buffet etc. Ich bin so stolz auf mich. ... Tagesabschluss läuft grad, hab ich noch bissi Zeit. ... Dass in der Gastronomie viel getrunken wird ist ja kein Geheimnis. Küchenchefs, die den Kochwein wegputzen. Kellner, die heimlich an der Flasche nuckeln. Ich kannte mal einen Sommelier, der hat nach dem Service die Reste aus den Gläsern zusammengekippt und dann abgeschluckt. Kein Witz. Gut, das ist dann auch schon extrem. Aber da könnte ich stundenlang erzählen; von drastisch abnehmenden Cognacvorräten in der Küche, Spülern die sich um acht Uhr morgens schon den ersten Schuss geben (wenn sie nicht mit ordentlich Standgas vom Vortag ankommen). Zimmermädchen, die heimlich die Minibar filzen. Die Liste ist endlos, ich könnt 1 Buch schreiben. Und wer weiss ob ich das nicht noch tue. Book On Demand druckt ja jeden Scheiss. Mein erster Chef hier in Luxemburg, der sich buchstäblich ums Leben gesoffen hat. Der frühere Arbeitskollege, spätere Freund und noch spätere Chef, der sein ganzes Leben jeden Franc gespart hat um seinen eigenen Laden aufzumachen. Wir haben das Ding zusammen hochgezogen, bis ich irgendwann wirklich genug hatte von seinen Kapriolen. Und der dann innerhalb von 6 Monaten Alles, wirklich Alles versoffen hat. Heute kellnert er wieder, zum Mindestlohn und ist jeden Abend stralle. Wir grüssen uns noch, mehr nicht. Rudi, der Leadgitarrist damals, in der Band. Wir beiden waren die Einzigen, die nach jedem Job pickepackevoll waren. Natürlich hatten wir jede Menge Fun (auch wenn das mit den Groupies nicht so war wie es sein sollte). Das ist immer so, in dem Alter. Super Gitarrist, schräger Humor zum Gotterbarmen, wir haben (ausser in den Proben und auf Gig) nur Blödsinn gemacht. Aber Rudi hat irgendwann die Kurve nicht mehr gekriegt. Auto versoffen, Haus versoffen, Job versoffen. Alles weg, auch die Gitarren, sogar die Anlage und die Plattensammlung. Heut sitzt er in einem kleinen Apartment und nimmt Schnaps zum Frühstück. Sowas macht mich immer sehr traurig - nicht, dass ich deren Leben leben könnte. Aber dass am Suff auch immer die Freundschaft scheitert, das ist schlimm. Und jetzt also Mr. Indio, auch ein früherer Kollege der jetzt 500 Meter die Strasse rauf arbeitet. Super nett, super Job, lebenslang (staatlich), super Gehalt, umwerfend tolle Frau. Jahrelang in die Ausbildung investiert (hervorragender Sommelier). Voriges Jahr Haus gekauft. Und Alkoholiker. Morgen hab ich (voraussichtlich) ein Date mit der Freundin/Frau. Sie "muss endlich mal reden" sagt sie. Ich werd vorsichtshalber eine Wagenladung Taschentücher mitnehmen - klingt nicht gut, was sie da erzählt hat am Telefon heute nachmittag. Sie klang auch nicht so besonders. Gar nicht gut, um genau zu sein. Von Weggehen ist die Rede gewesen, sie schafft das nicht mehr, mit dem Job und den Kindern, mit der alten Mutter und der Hausarbeit. Kaum noch Freundinnen, keine Zeit mehr für gar nichts; mehr oder weniger versteckte Kontrollen "Wo warst Du" und "Was hast Du gemacht". Druck statt Verständnis, die Flasche fest im Griff. Nein, das hört sich ausgesprochen beschissen an. Jetzt schlägt das bei ihr auch auf die Gesundheit. 47 Kilo wiegt sie noch, ich will mir gar nicht vorstellen was mich da erwartet. Sein Nachfolger da im Laden wo der vorher war fängt jetzt auch langsam an: Gläschen Wein zum Essen, oder zwei. Auch schon mal ne Flasche zum Mitnehmen, die übrig ist. Das Regal bei ihm zuhause ist gut bestückt. Die Freundin ist ihm vor drei Wochen abgehauen, hat er mir in der Kneipe erzählt und darauf gleich noch einen gehoben. Ich giess mir auch hin und wieder gern mal einen auf die Lampe, und mit Allem rundrum hier ist das im Moment auch ziemlich viel. Aber Gott sei Dank scheine ich wohl so gepolt zu sein dass da irgendwann immer von selber Schluss ist; da geht dann wochenlang einfach nix rein. Schwein gehabt, bei Licht betrachtet. Davon würd ich manchmal gern was abgeben, auch dem da mit seiner wunderbaren Frau. Aber das muss er selbst in den Griff kriegen. Ich wünsch ihm dass er's kapiert und durchhält. Wirklich. ... [06:55] Manni konnte man prima ärgern. Es gab natürlich vielerlei Möglichkeiten, aber 2 Sachen waren todsicher. Immer. Zum Einen konnte man über sein Essen lästern. Das ist natürlich nicht nett, und man muss da sehr subtil vorgehen will man nicht riskieren das orale Äquivalent zum Presslufthammer an den Kopf zu kriegen. Vorsicht war also geboten, und so geht's: Coxi eiert in die Küche & ruft die Menudesserts ab: "Zweimal Crème Brulée für die Damen können mit wie fertig". Manni schiebt. 2 Minuten später (war natürlich noch nich fertig, kann ja gar nich) ruft Chrissie durch die Tür: "Die beiden Brüllercrème waren für heute." Ich tauche hinter dem Posten ab und feixe mir erst mal Einen. Manni schielt misstrauisch und befingert nachdenklich seine Nase. Wenn ich sicher bin dass das Pokerface halten würde komme ich wieder hoch: "Ich glaub die beiden Vanillepudding kannst du jetzt aber wirklich schicken." Bingo. Man konnt ihn auch in ein Gespräch verwickeln von dem man sicher war dass er für oder gegen irgend etwas Partei ergreifen würde. So wird's was: "Also, die neue Scheibe von [hier passenden Bandnamen einsetzen] ist aber wirklich Scheisse." Hier musste natürlich sichergestellt sein dass a) die CD grade im Rolling Stone besprochen worden war (am Besten noch von Doebeling. Wolfgang Doebeling war Gott) b) Manni die Scheibe grade für teures Geld im Shop unten im Dorf erstanden hatte (Amazon ging auch, war aber billiger & nich wirklich der Bringer) c) er die Musik gut fand Dann ging das richtig ab. Und wenn er grade so schön in Fahrt war und ein (seiner Meinung nach) stichhaltiges Argument gebracht hatte: "Mir doch egal." Da konnte man sehen wie das am Hals hochgekrochen kam. Jetzt musste man die Sachlage abkühlen lassen. Chrissie & Coxi standen im Büro & lauschten, ich sag mal nur Honigkuchenpferd. Wenn er grade mitten im Fleischbraten war dann der nächste Hieb: "Also [hier passenden Künstlernamen einsetzen] kommt da aber gar nicht richtig rüber, der hat auch ganz schön nachgelassen." Wirkung peilen, notfalls nochmal nachlegen: "Würd ich nich mal als Nice Price kaufen." Er konnte nicht vom Herd weg, konnte auch nix sagen weil er war ja im Seich. Also genug Zeit, dass er sich was überlegen konnte. Sobald das Essen durch den Pass war kam auch prompt das Argument. "Mir doch egal". Das war's. Bis zu den letzten Desserts ging erstmal gar nix mehr. Wenn wir dann beim Saubermachen waren, ganz unbedarft: "Ich find' ja auch der Doebeling ist ein ganz schön arroganter Sack.". Stimmt natürlich nicht, ich hab den als sehr klugen und freundlichen Mensch kennengelernt, das muss ich hier dazusagen. Aber das wusste Manni ja nicht. Und wenn er dann wieder richtig in Fahrt kam: "Mir doch egal." Ich war danach immer gut beraten erst mal nach draussen Eine rauchen zu gehen. Wenn ich später wiederkam dann nur noch ganz lässig: "Ach, so Scheisse sind die ja gar nicht. Wollen wir das nicht mal zusammen anhören." Dann noch Gläschen Wein ausgeben, und die Sache war geritzt. Alle waren zufrieden & die Welt war wieder in Ordnung - bis zum nächsten Mal. Ja, so war das damals. Was haben wir gelästert. Mit Chrissie & Coxi & Manni. Und über mich. ... link (2 comments) ... comment Sonntag, 9. September
[02:13]
Ich glaub ich hab 1 Schreibblockade. Oh Gott, wie furchtbar. Hätte ich doch nur auf Vorrat gebloggt. Ich bin ruiniert. ... [02:42] 1 Kollegin hat mit Rastalöckchen die Bermudas besegelt, in Spanien Orangen gepflückt & im Kibbuz gehaust & gegen Bush demonstriert. Die alternative Lebensweise & persönliche Freiheit pur, aber nur mit Chanel im Gepäck. Jetzt hat sie 1 Leasingvertrag für 1 fettes Prollmobil am Hals & 1 Appartment gekauft. Urlaub in Afrika, aber bitte nich die dreckigen Kinder - All-Inclusive und Duty-Free, das geht. Schulden bis zum Stehkragen weil Alles nur vom Feinsten & grade gut genug: Ich besitze, also bin ich. Armani ist dieser Tage wichtiger als artgerecht importierte Bananen, Mövenpick angesagter als Kaffee aus dem Dritte-Welt-Laden um die Ecke. Ersatzbefriedigung um jeden Preis & Partnerschaft als Versorgungsgemeinschaft mit penibel austariertem Nehmen & Geben, bis der Typ sie letztendlich in die Wüste geschickt hat. Aber mich macht sie letzte Woche an weil ich keine Lebensversicherung haben will, meine Mucke dafür aber beim Kleinhändler um die Ecke kaufe statt im Netz zu saugen. "Schön doof" und "Selber schuld" sei ich weil ich die Kohle so zum Fenster raushaue. Seit ein, zwei Wochen hat sie es sich angewöhnt, mir Arbeitsanweisungen zu geben. Wo sie glaubt die nötige Kompetenz herzuhaben ist mir nicht ganz klar. Tatsächlich hat sie keine Peilung, davon aber viel. Entsprechend hoch ist die Manipulationsfrequenz. Gott sei Dank bin ich nicht mit ihr zusammen, ich müsste sie sonst auf der Stelle verlassen. ... [04:46] *patsch* Früh dran heut mit der Zeitung. ... [06:04] Ich sehe grade eben vorhin das geht noch ein Weilchen so weiter mit den auseinandergepflückten Ruhetagen. Bei zwei Tagen ist schon schwer sich einzukriegen, aber bei dem System da wird das unmöglich. Könnt ich auch in der Fabrik stehen & Knöpfchen drücken, da wär sogar noch mehr Kohle drin. Wenn Sie sich das bitte mal vorstellen wollen: Ich verzichte auf eine erfüllende Beziehung, regelmässigen Sex, ein geordnetes soziales Netz, einen absoluten Grossteil meiner freundschaftlichen Bindungen und es knallt erbarmungslos auf die Gesundheit. Ausserdem war das mit den beiden Tagen gerade wegen Letzterem eine Einstellungsvoraussetzung. Aber nicht dass da mal jemand das für nötig hält wenigstens was zu sagen - das wird einfach stillschweigend geändert. Wenn der da ein Problem damit hat wird er sich schon melden. Wenn ich also morgen was sage gips 1 Million gute Gründe warum das so ist - und vermutlich auch 1 oder 2 subtile Hinweise dass es durchaus an mir liegen könnte da was zu ändern. Das wäre natürlich die betriebswirtschaftlich elegantere Lösung, keine Frage. Nicht, dass ich grossartig Konfliktbereitschaft oder gar Kommunikationsfähigkeit erwarten würde. Der Zug ist abgefahren & auf dem toten Gleis. Was für ein wunderbares Wort: Kommunikation. Was für ein situationsbezogen realistisches Wort: Incommunicado. Muss ich mich wohl doch mal langsam selbstständig machen. ... link (0 comments) ... comment Montag, 13. August 2007
[02:31]
H1 und formatieren. Preise bisschen kleiner, das sieht gleich weniger teuer aus. Was ich gar nicht abkann ist die Frickelei mit den Seitenrändern. Ist ja schon so gut wie fertig, naja. Immerhin etwas. ... [03:10] Heute abend also frei, schau an. Das war gestern aber noch anders. Ich rieche Rauch, da ist also irnzwo auch Feuer. Ich hab ja gesagt da ist was im Busch. ... Peter Pan hat seine glücklichen Gedanken verloren. Und sich dann auf die Fresse gelegt. Gottseidank fliege ich nur wenn ich knülle bin. Was geht mit Mitarbeitermotivation. ... [03:41] Falsch. Ganz doll daneben. Was geht mit Selbstmotivation. Alles Andere wäre Weihnachtsmann. Ich bin ja keine 5 mehr. ... [04:55] Die Praktikanten sind weg, es kehrt Ruhe ein. Gleich 1 People für Frühstück. Die Herausforderung in Tüten. Aber das ist ja immer so im August, alle Jahre wieder. Da läuft nich viel. Das Einzige was momentan hervorragend funktioniert ist die gut verheimlichte, autoritäre Schaffung von vollendeten Tatsachen. Und Papier produzieren. Ganz wichtig. Je mehr desto kompetent. Haha. Mit Kontrollfreaks lege ich mich nicht an, sowas ist undankbar & lohnt sich nicht. Das regelt sich irnzwann schon von Alleine. Zwei haben innerlich schon gekündigt. ... [06:13] Ich hab kein Bock mehr. Echt nicht. Die Osterinseln erscheinen mir attraktiv, je länger je mehr. ... [06:54] Grade aufgefallen: Hose in Khakibeige. Hemd in Pastellgrün. Krawatte in Schweinchenrosa. Ich seh aus wie der plautzegewordene Kindergeburtstag. Ich war aber nich besoffen gestern beim Anziehen. Hm. ... link (7 comments) ... comment Sonntag, 12.August 2007
[16:17]
Die Hochzeit ist überstanden, es war - wie immer - furchtbar. Ich hasse solcherart Feierlichkeiten. Egal, vorbei. ... 4 Stunden Schlaf ist nicht wirklich viel. Nachher gleich nochmal hinlegen & Mützchen voll Schlaf. Den ganzen Monat kein richtiges Frei, das geht mir schon wieder gut auf den Sack. Ich werde mein Leben vermutlich nicht als Nachtportier beschliessen, zumindest nicht in diesem Laden. Das ist mal klar. Nette Lady mit Hotel im heiratsfähigen Alter da draussen? ... link (0 comments) ... comment Freitag, 6. Juli
Was habe ich getan.
1 Ticket Luxemburg-Paris kost 67 Euro, im TGV sogar. Und was mache ich? Ich geh statt dessen saufen. Dabei wollte ich immer schon mal nach Paris, den Friedhof mit den Katzen besuchen, Bücher am Montmartre kaufen, einen Nachmittag im Bistrot vertrinken, Baguette essen mit Käse & Rotwein dazu, im Regen an die Seine, mal endlich heissblütige Französinnen lieben. Und jetzt? Es geht mir nicht gut. Nein, es geht mir gar nicht gut. Zuwenig Schlaf, natürlich, aber bin ich das ja gewohnt. Wenn nur das schlechte Gewissen nich wär. 67 Euro, die Sitzung heut war teurer. Ich Dummel. Das habe ich davon. Aber morgen ist ja Freitag, da darf ich ausnahmsweise arbeiten. Die Zeit hätt ich also sowieso nicht gehabt da hinzufahren. Dann besser Stunden knallen als 1 Mademoiselle. Das wird mir die Flausen schon austreiben. Wenn nur der Schädel nich wäre. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. Ich soll nicht unter der Woche saufen gehen. (Wird fortgesetzt) ... Siedend heiss fällt es mir ein. Morgen ist ja das Date. Oh SHIT. ... Es geht mir nicht gut. Aber das sagte ich, glaube ich, ja schon. *wurks* ... [on the surf] Ziwo ist wieder da. Endlich wieder 1 wo ich draufzeigen kann: "Der ist ja noch schlimmer als ich". Sowas kann ich immer gut gebrauchen für wegen dem Ego. ... 271 Spam heute. Das ist wohl neuer Rekord. Und die Knallgipser machen 1 nach der andern auf, könnte ja wichtig sein, & wundern sich wieso da immer noch mehr kommen. Und ich sach noch. Aber wer bin denn ich. Manche lernen das nie. ... Seit 10 Tagen neuen Account bei neworleans.com, die Adresse ist noch nicht mal im Gebrauch, aber eben gesehen: Alles vollgeknallt mit Spam. 188 Stück. Es ist aber wirklich zum Kotzen. ... [03:24] und ich hab kein Bock aber muss ich das Buffet noch aufbauen & eindecken & Tagesabschluss & Listen schreiben & Papier produzieren. Die Zeit reicht grad noch so. Menno. ... Studentenparty, wie's aussieht, drüben auf dem Campus. Da wär ich jetzt auch gern dabei. Hm. ... [04:08] und ich hab immer noch kein Bock. Tagesbschluss, dann. Also los. Nie mehr. Nie, nie mehr. Aber auch nie weniger Es gibt Dinge die sind stärker als man selbst. Dabei ist Vollmond ja schon vorbei. Hm. ... [04:19] Meldescheine. Ich hab die Meldescheine vergessen. Die muss ich ja auch noch. Och nö, ne. ... Oh, Hamburg. Das ist fein, wenstens ein Lichtblick beim Frühstück nachher. Hübsch, klug und sweet smile. *freu* ... [04:42] Es geht mir schon etwas besser. Ausreichend Flüssigkeit (Vittel) tut Wunder. Wär ich mal heut mittag so schlau gewesen. Aber tja, naja. ... [04:53] Gleich kommt die Zeitung. Gestern aus dem Gebüsch gefischt, dem werd ich das auch noch mal heimleuchten. ... [04:55] *patsch* Ja, ist ja gut. Ich geh ja schon. ... [05:14] Keine Brötchen geliefert. Kein Yoghurt bestellt. Zuwenig Croissants. Kein Obstsalat vorbereitet. Kommt schon, Leute. Was soll der Scheiss. ... [05:44] Das könnt ihr mit mir doch nicht machen. Ja, natürlich. Mit mir könnt ihr das ja machen. Haha. & hab ich mir auch noch die Plünnen eingesaut, jetzt. ... link (6 comments) ... comment Freitag, 29. Juni 2007
Heute vom Erkenntnisblitz getroffen worden: Das Lieblingspraktikantenschneckchen ist nicht nur ausserordentlich nett anzuschauen, sie hat auch Stil & grüne Augen & ist clever.
Eine ausserordentlich reizvolle Kombination, selbst wenn man diesen sündigen Körper mal aussen vor lässt (was ich natürlich nicht tue). 20 Kilo weniger und... Ach, scheiss auf die Plautze. 20 Jahre weniger und da würde nix anbrennen, Eifel hin oder her. Was bin ich nur für 1 schmutziger alter Mann. Aber das war ja zu erwarten. ... Ich mag jetzt keine Menükarten machen. Das ist Fummelkram & bin ich nicht in der Stimmung zum Fummeln. Ich habe Kopfschmerzen. ... Karte falten. Vorblatt falten. Menu falten. Bändchen abmessen. Bändchen abschneiden. Bändchen knoten. Schleifchen drisseln. Fertig. Mein Gott. Und dafür bin ich zur Schule gegangen. Also wirklich. ... [später] Das war's. Einmal im Jahr kann man das schon mal machen, naja. Wie im Werkunterricht, damals: Wir basteln uns eine Menükarte. Wir haben auch immer mit Peddigrohr, das gab mächtig Gesaue wegen in Wasser einweichen & so. Da hatten wir Spass, wie die Könige. Die guten alten Zeiten. Da hatte man noch Illusionen, ach ja. ... So wie ich das sehe gibt es nur zwei weitere Alternativen: Schwul werden oder ins Kloster gehen. Wobei das Eine das Andere nicht zwangsläufig auschliessen würde. Weder das Eine noch das Andere sagt mir zu. Ist das die Midlife-Crisis von der Alle reden? ... "Du hast mir gar nix zu sagen" Aber ich schreib für den Alten die Zeugnisse. Mieser kleiner Praktikant. ... link (4 comments) ... comment Mittwoch, 20. Juni 2007
In Zeiten wie diesen wünsche ich mich weit weg. Auf die Osterinseln, zum Beispiel.
New Orleans ginge eventuell auch, alternativ. Ach was. Ein kleines Zimmer mit Blick auf den Montmartre und sauberes Bettzeug täten schon reichen. ... Kollege Prinz ist bald wieder da. Nur noch 8 mal aufstehen. Das ist gut. ... Mein cleveres, williges, dunkelgrünäugiges, schwarzhaariges Lieblingspraktikantenschneckchen macht sich ganz ausgezeichnet, wirklich Glück gehabt dieses Jahr. Das macht mich an. Der stagiaire aus dem Restaurant nicht. Beruf verfehlt. Das ist Gott Sei Dank nicht mein Problem. ... Ich kann nicht schlafen. Draussen auf der Strasse Machos mit armdicken Auspuffrohren. Kirchengeläute. Heute nachmittag irgendwas mit Messe, das Geheule dringt durch die offenen Kirchenfenster und schwebt wie das Geblöke von Schafen herüber, die zur Schlachtbank geführt werden, freiwillig und immer wieder. Dann wieder Geläute. Ich stehe auf & am Fenster & rauche, was bleibt mir Anderes übrig. Vor der Tür ein trauriges Schauspiel: Karrieregeile Möchtegern-Yuppies in der Mitte ihres krisengeplagten Lebens stauen im vollklimatisierten und sorgfältig polierten SLK-Vorjahresmodell ihren geleasten Träumen hinterher, im Haar die ewig gestrige Sonnenbrille, in den Boxen den ewig gestrigen Sommerhit. Summer in the City, es ist zum Kotzen. Ich gehe wieder ins Bett, wälze mich & leide stumm, entwerfe Visionen von einer schöneren - zumindest aber weniger lauten - neuen Welt. Ich spiele in Gedanken verschiedene Szenarien durch wie das zu realisieren sei, an Schlaf ist bei dem Krach ja sowieso nicht zu denken. Der Kirchturm gegenüber ist mir ein Dorn im Auge, ich plane und verwerfe und plane aufs Neue wie dem beizukommen sei. Flakwerfer und Panzerfäuste spielen dabei eine tragende Rolle. Beleidigen Sie mich, ich kann es erklären, mit dysfunktionaler Rollenverteilung in der Familie. Verarschen Sie mich, ich halte Ihnen auch noch die andere Backe hin. Bringen Sie mich um den Schlaf und ich werde zum Tier. ... Wir haben 1 neue CD-Kollektion fürs Restaurant, heute geliefert: "Jazz Lounge" Das ist kein Jazz. Da ist noch nicht mal Jazz dran vorbeigelaufen. Das taugt auch nicht für die Lounge. Hätten wir eine drittklassige Shoppingmall oder ein siffiges Parkhaus, dann vielleicht. Das kurbelt höchstens den Getränkeumsatz an, sowas kann man nur hören wenn man sturzbesoffen und sowieso schon alles egal ist. Schwiemeliges Fahrstuhlgetröte am untersten Ende der musikalischen Nahrungskette. Ausgebrochen unleidlich, eine Musik die Steine erweichen & Menschen rasend machen kann. ... Vor dem Einschlafen noch die Idee zu einem Bestseller gehabt. Er könnte tatsächlich die Welt verändern. Bei näherer Betrachtung verworfen, dann für späteren Gebrauch vorsorglich mental eingetütet. Man kann nie wissen was passiert. ... Ich brauche ° ein paar Tage frei ° einen emotionalen Schuttabladeplatz ° einen Diätberater ° ein neues Handy ° mehr von Allem, ausser Überstunden & Schlafentzug Die Reihenfolge ist egal. ... link (2 comments) ... comment Freitag, 8. Juni 2007
Der Magen ist wieder da, wo er hingehört. Ausreichend Schlaf tat ein Übriges. Früher hab ich so eine Sitzung locker weggesteckt. Ich werde auch nicht jünger. Vielleicht mal lieber Rosé statt Bier & Schnaps.
... Viel zu warm hier zum Arbeiten. Alle Fenster auf, aber es regt sich kein Lüftchen & bin ich schweissgetränkt. Fliegen in rauhen Mengen, die Klatsche kommt nicht zur Ruhe. Ich werde bei lebendigem Leib gefressen. Ist ja genug dran. Ich glaube, jetzt hat auch noch mein Deo hat versagt. ... Wir haben zusammen im gleichen Bettchen geschlafen & geredet & psychologiert wenn ihr neuester Kerl sich mal wieder als Niete entpuppt hat. Ich habe immer gesagt: "Der ist nix für Dich". Und jedesmal Recht behalten. Einen hat sie trotzdem geheiratet. Ich habe von ihrem Tellerchen gegessen als ich so pleite war dass ich mir nicht mal das Brot (geschweige denn die Butter) leisten konnte. Dafür habe ich ihren geliebten Golf vor dem sicheren TÜV-Tod gerettet, damals. Sie hat aus meinem Becherlein getrunken wenn sich meine Liebschaften als totgeborene Kinder herausgestellt haben. Sie hat immer gesagt: "Die passt nicht zu Dir". Und Recht behalten. Einmal habe ich mich trotzdem darauf eingelassen. Ersparen wir uns die Details. Wir mögen die gleichen Bücher & das gleiche Essen & die gleiche Musik. Fast, naja. Bei Klaus Lage hat sie immer gelästert, dafür fand ich die Carpenters doof. Wir sind sogar fast genau gleich alt: sie am 19.2. und ich am 21.2. Wir haben zusammen Pferde gefüttert & gestohlen. Wir haben uns zusammen auf & über ihre Hochzeit & ihre Babys gefreut. Wir hatten uns immer viel & Alles zu sagen. Meine allerbeste Beste Freundin. Jetzt stellt sich der gehofft ehrliche Prinz, gewünscht treusorgende Familienvater und geglaubt verlässliche Partner als Versager raus, als Lügner, als A*schloch allererster Güte. Totale menschliche Fehleinschätzung, der Typ. Scheidung ist eher schwierig, nicht nur wegen der Kids. Das geht schon seit ein paar Monaten, heute haben wir telefoniert & sie hat zum ersten Mal darüber gesprochen. Sie ist todunglücklich und weiss nicht mehr wohin und warum. Trotzdem glaubt sie immer noch dass Alles gut wird & gibt ihm 1 Chance nach der Anderen. Und ich weiss einfach nicht was ich dazu sagen soll... ... link (0 comments) ... comment Mittwoch, 6. Juni 2007
Wenn der Magen plötzlich absackt und die Knie weich werden...
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